aufgetischt
- 8. März 2026
- Wald
Das Frühjahr nährt nicht nur das Auge, das Herz und das Gemüt. Nein, nein, auch für Zunge und Magen ist gesorgt.
Der Bärlauch ist wohl der offensichtlichste Kandidat, wenn es darum geht, seine Nahrung wieder mit frischen Kräutern zu bereichern. Obwohl (beziehungsweise weil) noch nicht in seiner vollen Pracht, kann man jetzt gut ernten. Ich habe gleich eine Flasche Met mit Bärlauch angesetzt.
Als (giftiger!) Verwechslungspartner gilt der Aronstab. Was ich nie verstanden habe. Selbst direkt nebeneinander, selbst im Jungstadium, sieht man deutlich den Unterschied zwischen den beiden. Der Bärlauch lanzettlich mit einer kaum auffallenden Struktur. Das Blatt des Aronstabs breit pfeilförmig mit einer auffallenden Aderung.
Daneben ein besonders schön geflecktes Exemplar.
Gundermann, Giersch und Brennnessel sind ein bekanntes Kräutertrio. Gundermann hat einen intensiven ätherischen Geschmack, mit dem sich gut nicht so intensiv schmeckende Salate aufpeppen lassen. Giersch habe ich tatsächlich noch nie gekostet. Das steht dieses Jahr an. Von angebratenen Brennnesselblättern schwärmen viele. Der Aufwand, die Brennhärchen zu entfernen, hat mich bisher davon abgehalten.
Scharbockskraut ist ein wunderbarer Salat (annähernd herzförmiges Blatt). Achtung – nicht das Buschwindröschen mitnehmen (Hahnenfuß). Labkraut nasche ich einfach gern so beim Vorbeigehen. Den Sauerampfer habe ich ebenfalls noch nicht probiert.
Klein, aber fein und wunderschön sind der Storchenschnabel (ganz links außen), der Ehrenpreis (lila Blüten) und die Vogelmiere (weiße Blüten). Die Buntnessel war dank fehlender Brennhärchen schon öfter meine Gemüsebeilage aus der Pfanne. Auch die Blüten vom Gänseblümchen nasche ich gern.
Auf den ersten Blick sieht dieser Baum noch kahl aus. Schaut man genauer, entdeckt man winzige, gelbe Blüten. Man kann sie als Tee verwenden. Ich habe voriges Jahr die Früchte dieser Kornelkirsche gegessen.
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