regenbedingt
- 18. Februar 2026
- Wald
Das Wetter ist grau in grau und regnerisch. Hat den Vorteil dass man in Bezug auf Menschen alleiner ist und in Bezug auf Pilze in guter Gesellschaft.
Ich möchte eingangs erwähnen, dass ich (noch) kein Pilzkenner bin. D.h. ihr könnt euch nicht auf die Richtigkeit meiner Angaben verlassen.
Die Schichtpilze sind eigentlich das ganze Jahr über zu finden. Mir ist noch nicht ganz klar, warum so unterschiedliche Erscheinungen der gleiche Pilz sein sollen. In jedem Fall sind sie echte Hingucker. Der Erste mit seinem auffälligen Orange und dem abgesetzten Rand. Beim Zweiten fand ich bemerkenswert, dass er beidseitig entlang des Astes gewachsen ist und am Ende diesen wunderschönen „Becher“ geformt hat.
Ebenso ein ganzjähiger Pilz, den ich aber weniger häufig sehe, ist der Zwergknäueling. Fast wie mehlbestäubter Teig sieht er aus; wirft auch diese Falten, wie man sie vom Teig kennt.
Der Austernseitling dagegen ist ein Winterpilz, der bald nicht mehr zu finden sein wird. Sehr schön sieht man neben ihm die Insektenlöcher und ein Stück weiter hat der Specht ganze Arbeit geleistet. Alle zersetzen fleißig den toten Baumstumpf.
Auch neben diesem Ohrlappenpilz sind sehr gut die Fraßspuren von Insekten zu erkennen. Ein richtiges kleines Kunstwerk.
Das „Ohr“ vom Holunderpilz habe ich gewagt zu ernten und zu essen. Achtung Disclaimer! Das ist keine Empfehlung zur Nachahmung.
Ohne Zweifel empfehlenswert: die ersten zarten Blätter des Bärlauch geben einen Vorgeschmack auf die bald reiche Ernte.
(Angeblich) Ungenießbar dagegen diese beiden Pilze. Die Borstentramete sieht ein bisschen nach Insektenbau aus und der Kohlenkugelpilz macht seinem Namen alle Ehre.
Ich freue mich über alle Funde, aber die letzten drei haben mich am meisten begeistert. Die Osterglocken sind schon da. Und wer wäre nicht überrascht im Wald auf einmal Gold zu finden.
Die Nieswurz ist mir schon im Herbst aufgefallen. Aber erst jetzt mit den Blüten erkenne ich sie als Lenzrose (Zeitpunkt und Farbe der Blüte).
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