zeitbedingt
- 19. Mai 2026
- Wald
Während der Holunder zu blühen beginnt, neigt sich die Regentschaft des Bärlauchs ihrem Ende entgegen.
Der Samenstand des Bärlauchs gibt uns jetzt noch eine letzte scharfe Würze, bevor die oberirdischen Teile komplett absterben.
Auch das Klettenlabkraut und der Giersch beginnen nun zu blühen.
Die Brennnessel blüht nicht nur, sie ist obendrein Lebensraum für unzählige Insekten.
Wieder eine wunderschöne Schnake. Auch Schwarzaugen sitzen gern auf der Brennnessel.
Der Stubbenbock war ein Glückstreffer, die Haarschnecken jedoch sind vielzählig.
Der Nesselgrünrüssler ist sogar nach seinem Wohnsitz benannt. Und während die beiden noch käfern, haben andere schon ihre Kinderstuben eingerichtet.
Sehr klein, dafür umso zahlreicher – ein ganzer Spinnenkindergarten hängt zwischen Blättern. Die Schaumzikade hat ein namengebendes Schaumnest für sich allein. Während die Pfaffenhütchen-Gespinstmotten auch schonmal die komplette Pflanze für sich einnehmen.
Deutlich dezenter ist die Raupe der Rundflügel-Kätzcheneule unterwegs. Man könnte sie für ein herabgefallenes Hüllblatt halten. Auch die Raupe des Breitflügelspanners hätte ich fast nicht als solche erkannt, sondern sie für als kleines Ästchen angesehen. Und ja, bei der Raupe des Schneespanners dachte ich zuerst an Kacke.
Das alles braucht die Raupe der Satelliten-Wintereule nicht – sie ist verdammt schnell. Der Plumrüssler lässt sich einfach hängen und die Baumwanze entspannt auf einer Holunderblüte.
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