geheimnisvoll
- 26. April 2026
- Wald
Endlich kann ich wieder frischen Beifuß ernten und meinen giftgrünen Tee trinken.
Diese Woche war nicht nur in dieser Hinsicht wundersam.
Begonnen hat es damit, dass ich einem kleinen Bäumchen einen Besuch abgestattet habe. Die Blüte ist schon vorbei. Die noch grüne Steinfrucht wird bald eine süße Alpenpflaume.
Auf einem abgestorbenen Baumstamm daneben habe ich Feuerwanzen entdeckt, die mich dann zu einer wunderschönen Fee geführt haben. Schnaken kennst du bestimmt auch, aber ich habe noch nie so eine gesehen.
Das Vergissmeinnicht trägt seinen Zauberspruch bereits im Namen, während der Frauenmantel einen mit funkelnden Tautropfen in seinen Bann zieht.
Der Salbei zeigt schon seine wunderschönen Blüte. Die Königskerze bewahrt – genau wie die Nachtkerze – noch ihr Geheimnis.
Ich liebe es, wenn man mehrere Stadien gleichzeitig sehen kann. Der Löwenzahn erfreut uns sowohl mit seinen Blüten, als auch mit seinen Samen. Und wer hat nicht als Kind die Schirmchen gepustet?
Diese Buche hat bodennah einen Ring aus Ästen. Gerade jetzt mit den frischen Blättern wirkt sie sehr beeindruckend, heilig sogar.
Ich musste schon sehr genau hinschauen, was denn da für ein kleiner Knopf unterwegs war. Einen Luzernenfloh im Gras ist wie die Stecknadel im Heu zu finden.
Die Schlupfwespe ist ein Traum – ein Albtraum. Zumindest für Schmetterlingsraupen. Die sticht sie und legt ihre Eier in ihnen ab. Wer sich traut, kann den Horr-, äh, die Dokumentation auf YouTube sehen.
Ein Pilz wie ein Labyrinth. Kleine Elfen fliegen zwischen Baumschatten und Sonnenstrahlen und ernähren sich von Tau und Nektar (Zuckmücken). Wir müssen nicht wie Alice ins Kaninchenloch fallen, um ins Wunderland zu gelangen. Wir müssen nur unsere Sinne und unser Herz öffnen, dann sind wir schon da.
Ein behaarter Hummelpopo, gemusterte Fliegenflügel und ein Kolibrirüssel. Also wenn der Wollschweber kein Fabelwesen ist, weiß ich’s auch nicht.
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